KRIEG IN DER UKRAINE
INFORMATIONEN UND HILFSMÖGLICHKEITEN
im Rhein-Neckar-Kreis
Mit den folgenden Hinweisen möchten wir Sie über die Situation in der Ukraine informieren und geben Ihnen Hilfestellungen, wie Sie persönlich oder in den Initiativen und Gemeinden sinnvoll helfen können.
Informationen zum Thema Aufenthalt, Unterbringung, Kita, Schule, Ausbildung, Arbeit, Sozialleistungen, Gesundheitsversorgung
Die wichtigsten Informationen hierzu finden Sie von der Diakonie Baden und Württemberg zentral aufbereitet und aktualisiert unter ekiba.de/migration, auch ein Kurzinformationsblatt für Flüchtlinge aus der Ukraine in deutsch, ukrainisch und englisch. Weitere Informationen auf ekiba.de/ukraine.
Weitere Infos auf deutsch, ukrainisch, englisch und russisch auch auf
WIE können Sie helfen?
GELDSPENDEN
Geldspenden sind aktuell die effektivste Form der Hilfe. Für die Menschen, die in die Nachbarländer geflohen sind, bereitet die Diakonie Katastrophenhilfe Bargeldhilfen vor, damit sie sich lebenswichtige Güter nach Bedarf kaufen können. Die Diakonie Katastrophenhilfe arbeitet vor Ort mit bewährten Partnerorganisationen zusammen. Diese kennen ihr Land und die Gefahrenlage am besten und wissen, was die Menschen am dringendsten benötigen.
UNTERSTÜTZUNG ANKOMMENDER FLÜCHTLINGE VOR ORT Ehrenamtliches, nachbarschaftliches Engagement für die Geflüchteten aus der Ukraine und anderen Kriegs- und Krisenregionen der Welt trägt dazu bei, dass die hier ankommenden Menschen schnell Schutz und Aufnahme finden und sich in die Gesellschaft integrieren können. Die Kirchengemeinden, Initiativen und die Diakonie vor Ort freuen sich über Menschen, die sich zusammen mit den hauptamtlichen Strukturen für die Ankommenden vor Ort engagieren möchten.
Mögliche Einsatzfelder sind nach Bedarf vor Ort unterschiedlich:
-
- Sprachpartnerschaften und Deutschförderung
- Unterstützung von Kindern und Jugendlichen beim Deutsch-Lernen und bei den Hausaufgaben
- bei Behördengängen
- bei Ausbildungs-, Arbeits- und Wohnungssuche
- bei der Schaffung von Begegnungsmöglichkeiten, bei der Integration in die Gesellschaft
- u.v.m.
Wenn Sie sich einbringen möchten, wenden Sie sich bitte an die Flüchtlingsinitiativen vor Ort, an Ihre Kirchengemeinden bzw. an die Hauptamtlichen bei uns im Diakonischen Werk in der Flüchtlings- und Migrationsarbeit.
Hinweis: Ehrenamtliche müssen ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen, einen Impfnachweis gegen Covid-19, ggf. ist je nach Einsatzgebiet auch ein Impfschutz gegen Masern erforderlich.
Die wichtigsten Informationen zum Thema Aufenthalt, Unterbringung, Kita, Schule, Ausbildung, Arbeit, Sozialleistungen, Gesundheitsversorgung sowie die Beratungsstellen, die Sie dabei unterstützen, finden Sie hier:
ZIMMER UND UNTERKÜNFTE FÜR GEFLÜCHTETE AUS DER UKRAINE
Für den Schutz, die Aufnahme und Integration der hier ankommenden Flüchtlinge ist es sehr hilfreich, wenn die Personen nicht in die Notaufnahme oder eine große Flüchtlingsunterkunft müssen, sondern die Möglichkeit haben, privat eine Wohnung bzw. eine Wohnmöglichkeit zu bekommen. Von daher ist es eine große Hilfe, wenn Sie eine erste Unterkunftsmöglichkeit oder längerfristige Wohnmöglichkeiten zur Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung stellen können. Sofern die Personen kein eigenes Einkommen haben, werden angemessene Kosten vom Leistungsträger übernommen.
Unsere Kirchengemeinden und wir als Diakonie nehmen gerne auch Angebote entgegen, um für Flüchtlinge, die dringend eine Wohnung hier vor Ort benötigen, ein Angebot machen zu können.
Auch die Rathäuser der Gemeinden hier im Landkreis nehmen Angebote für die Unterbringung von Flüchtlingen entgegen.
Sie können sich auch direkt Angebote melden an https://unterkunft-ukraine.de/. Hilfreiche Tipps finden Sie auf der proAsyl-Seite.
HILFSANGEBOT FÜR GEFLÜCHTETE FRAUEN UND KINDER BEI (SEXUELLER) GEWALT
Flucht erzeugt Abhängigkeit, die leider in manchen Fällen auch ausgenutzt wird. Gerade im Kontext von Flucht kommt es vermehrt zu Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt. Bitte machen Sie in Ihrem Umfeld mit folgendem Banner in ukrainischer Sprache auf das Hilfsangebot aufmerksam, das geflüchtete Frauen und Kinder aus der Ukraine bei Erfahrungen mit (sexueller) Gewalt unterstützt. Weitere Informationen: www.kok-gegen-menschenhandel.de
GELDSPENDEN
Wie empfehlen vorrangig Geldspenden; Sie sind aktuell die effektivste Form der Hilfe. Für die Menschen, die in die Nachbarländer geflohen sind, bereitet die Diakonie Katastrophenhilfe Bargeldhilfen vor, damit sie sich lebenswichtige Güter nach Bedarf kaufen können. Die Diakonie Katastrophenhilfe arbeitet vor Ort mit bewährten Partnerorganisationen zusammen. Diese kennen ihr Land und die Gefahrenlage am besten und wissen, was die Menschen am dringendsten benötigen.
SACHSPENDEN FÜR HILFSTRANSPORTE IN DIE UKRAINE
Hilfstransporte werden aktuell überall in Baden-Württemberg vor Ort organisiert, häufig auch unter Beteiligung von Kirchengemeinden, der Diakonie vor Ort oder der Evangelischen Jugend etc. Informationen erfragen Sie bitte bei Ihnen vor Ort.
ACHTUNG: Es wird dringend davor gewarnt, auf eigene Faust über die Grenze in die Ukraine zu fahren, um dort direkt zu helfen. Die Ukraine ist überall ein hoch umkämpftes Kriegsgebiet; jede Reise dorthin ist lebensgefährlich. Hilfstransporte, die privat organisiert werden, bringen die Hilfsgüter zu Sammelplätzen an der Grenze zur Ukraine und von dort bringen ukrainische Hilfsorganisationen die Hilfe ins Land.
SACHSPENDEN FÜR GEFLÜCHTETE IN DEUTSCHLAND
Aktuell gibt es keinen Bedarf an speziellen Sachspendensammlungen für Geflüchtete in Deutschland. Die hier ankommenden Geflüchteten erhalten Sozialleistungen, soweit sie dieser bedürfen. Soweit vor Ort gezielt Sachspenden in einer bestimmten Form gesucht werden, gibt es dazu Hinweise auf den Internetseiten der jeweiligen Einrichtungen/Initiativen vor Ort. An vielen Orten gibt es Second Hand Kleiderkammern (z.B. bei Diakonie und Caritas), an die man spenden kann und an die ukrainische Flüchtlinge verwiesen werden können.
Bitte geben Sie dort nur solche Sachspenden ab, nach denen gezielt gesucht wird.
UNTERSTÜTZUNG DER PARTNERKIRCHEN IN DER UKRAINE SOWIE IN IHREN NACHBARSTAATEN BEI DER VERSORGUNG VON GEFLÜCHTETEN
Das Gustav-Adolf-Werk (GAW) ist im permanenten Kontakt mit Partnern sowohl in der Ukraine als auch in den Nachbarländern Polen, Slowakei und Ungarn. Dort gibt es eine enorme Solidarität mit der Ukraine, und die Partnergemeinden haben damit begonnen, den Schutzsuchenden Hilfe zu leisten. Hier können Sie die Arbeit des GAW unterstützen: https://www.gustav-adolf-werk.de/projekt-des-monats.html
Ihr Konto zum Helfen:
Evangelische Bank Karlsruhe, Kto.Nr. 506788, BLZ 520 604 10 IBAN: DE67 5206 0410 0000 5067 88
BIC: GENODEF1EK1
Hier finden Sie weitere Informationen über die Arbeit des Gustav-Adolf-Werks in der Ukraine und deren Nachbarländern: